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Raiffeisen Bank International - Stabiles Konzernergebnis von 975 Millionen Euro im Kernkonzern 

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat 2024 in ihrem Kernkonzern, also ohne Russland und Belarus, ein Konzernergebnis in Höhe von 975 Millionen Euro erzielt. Dabei waren Rückstellungen für Fremdwährungskredite in Polen in Höhe von 649 Millionen Euro zu berücksichtigen. Das Konzernergebnis inklusive Russland und Belarus betrug rund 1,2 Milliarden Euro.

 

„Die RBI hat 2024 trotz massiver Sonderbelastungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Durch den Verkauf der Priorbank in Belarus konnten wir das politische Risiko für die RBI reduzieren. Der Geschäftsabbau in Russland macht große Fortschritte“, sagte Johann Strobl, Vorstandsvorsitzender der RBI.

Andrii Stepanenko, Valerie Brunner, Johann Strobl, Łukasz Januszewski, Hannes Mösenbacher, Andreas Gschwenter. Foto: Gerry Mayer-Rohrmoser

Starker Rückgang der Risikokosten

Die Risikokosten waren auch im Geschäftsjahr 2024 rückläufig. Sie lagen mit 125 Millionen Euro deutlich unter denen des Vorjahrs (391 Millionen Euro). Während das Vorjahr im Wesentlichen von Vorsorgen in der Konzernzentrale, in Russland und in der Ukraine geprägt gewesen war, kam es im Berichtsjahr in Russland aufgrund von Rückzahlungen und der Auflösung von Overlays zu Nettoauflösungen. Gegenläufig entwickelte sich die Situation in der Konzernzentrale, wo bei Immobilienfinanzierungen und Firmenkunden zusätzliche Vorsorgen gebildet werden mussten.

Reduzierung des Russlandgeschäfts beschleunigt

Die RBI reduzierte auch im Geschäftsjahr 2024 ihr Russlandgeschäft signifikant. Das Kreditvolumen in Russland wurde um 30 Prozent zurückgefahren. Zum Jahresende 2024 betrug es nur noch 4,2 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen verringerten sich um 35 Prozent. Fremdwährungszahlungen aus Russland wurden weiter eingeschränkt.

Harte Kernkapitalquote (transitional) von 17,1 Prozent

Die harte Kernkapitalquote der RBI lag zum Jahresende 2024 bei 17,1 Prozent. Hätte die RBI das Russlandgeschäft zu diesem Zeitpunkt ersatzlos, also zu einem Kurs/Buchwertverhältnis von 0 abgegeben, wäre die harte Kernkapitalquote immer noch bei 15,1 Prozent gelegen. „Aufgrund der guten Kapitalausstattung möchten wir unseren Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende für 2024 von 1,10 Euro pro Aktie vorschlagen“, sagte Strobl.

Der Ausblick bezieht sich auf die RBI ohne Russland. 

• Der Zinsüberschuss dürfte im Jahr 2025 bei rund 4,15 Milliarden Euro und der Provisionsüberschuss bei rund 1,95 Milliarden Euro liegen. • Die RBI geht davon aus, dass die Forderungen an Kunden um 6 bis 7 Prozent wachsen. • Die RBI erwartet Verwaltungsaufwendungen in Höhe von rund 3,45 Milliarden Euro, was zu einer Cost/Income Ratio von rund 52,5 Prozent führen dürfte. • Die Neubildungsquote – vor Berücksichtigung von Overlays – dürfte bis zu 50 Basispunkte betragen.

• Der Konzern-Return-on-Equity dürfte 2025 bei rund 10 Prozent liegen. • Zum Jahresende 2025 erwartet die RBI eine harte Kernkapitalquote von rund 15,2 Prozent*.

• Mittelfristig strebt die RBI einen Konzern-Return-on-Equity von mindestens 13 Prozent ohne Russland und ohne Aufwendungen und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Fremdwährungskrediten in Polen an. • Jegliche Entscheidung über eine Dividendenausschüttung wird von der Kapitalposition des Konzerns ohne Russland abhängen. * unter Annahme einer Entkonsolidierung der russischen Einheit zum Kurs/Buchwert-verhältnis von null. – Weitere Informationen finden Sie unter www.rbinternational.com.

 
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